Gudrun Brendel-Fischer, Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für das Ehrenamt, zu Gast im Katastrophenschutzzentrum des BRK

18.10.2018


Auf Einladung von Petra Guttenberger, MdL, kam Brendel-Fischer nach Fürth, um sich vor Ort ein Bild vom Katastrophenschutzzentrum zu machen und mit den Vorstandsmitgliedern ins Gespräch zu kommen.


Als brennendes Problem wurde dabei die Ausbildung zum Notfallsanitäter angespro¬chen. Nach dieser Bundesregelung, die auf einer EU-Norm beruht, muss bis 2024 der Rettungsdienst entsprechend umgestellt werden. Wenn nur noch auf ausgebildete Notfallsanitäter und damit hauptamtliche Kräfte gesetzt wird führe dies letztlich dazu, dass der gesamte Rettungsdienst zum einen für die Ehrenamtlichen unattraktiv werde und zum anderen die Kompetenz und der Erfahrungsschatz der bisherigen Rettungsassistenten, die sich hier zum Teil auch im Ehrenamt betätigen wegfalle. Wie Adolf Georg Reichel, der Kreisbereitschaftsleiter betonte, habe dies zur Folge, dass eine Vielzahl von Diensten wohl gar nicht mehr angeboten und besetzt werden können. Hier sollte, wie in vielen anderen Berufen, eine Regelung gefunden werden, die die Ausbildung des Rettungsassistenten mit jahrelanger Erfahrung nahtlos in den Kompetenzbereich des Notfallsanitäters überführt. Auch eine Ausbildung in Modulen brachte MdL Guttenberger ins Gespräch, da dies auch Ehrenamtlichen ermöglichen würde, diese neue Kompetenzstufe zu erreichen.

Die fortschreitende Konkurrenzlage bei der Ausschreibung von Rettungswachen war ebenso Thema, wie der Wunsch nach der Wiederkehr zu einer finanziellen Beteiligung des Freistaats an Fahrzeugen innerhalb des Katastrophenschutzes.

Brendel-Fischer, die selbst jahrelang im BRK aktiv war, versprach dann auch, sich für  entsprechende Lösungen einzusetzen.

(Bild: Katharina Wachtler)