Rechtstipp: Besserer Schutz vor unlauteren Geschäftspraktiken


Liebe Bürgerinnen und Bürger,
sehr geehrte Damen und Herren,

bewegen Unternehmen mit unlauteren Methoden Verbraucherinnen und Verbraucher dazu, ihre Produkte zu kaufen oder Dienstleistungen zu nutzen, haben Betroffene ab sofort einen Anspruch auf Schadensersatz. Unternehmen, die Verbraucherinnen und Verbraucher zum Beispiel bei Schnäppchenangeboten zum Besuch ihres Geschäftes veranlassen, obwohl die Ware schon nach kurzer Zeit nicht mehr vorrätig ist, müssen nun gegebenenfalls nutzlose Fahrtkosten ersetzen.

Auch wenn unwirksame Produkte, wie etwa Salben und Tabletten, als medizinisch wirksam beworben werden und nicht halten, was sie versprechen, haben Kunden das Recht auf Schadensersatz. Auch wer künftig in einem Verkaufsgespräch unter Druck gesetzt wird, kann sich ebenfalls wehren. Entsteht Betroffenen dabei ein Schaden, können sie das Geld zurückverlangen.

Die neuen Regelungen zum Schadensersatz gelten seit dem 28. Mai 2022.

Die Europäische Union (EU) hat den neuen Schadensersatzanspruch als Reaktion auf den Dieselskandal eingeführt. So sollen Verbraucherinnen und Verbraucher vor unlauteren Geschäftspraktiken geschützt werden. Bei individuellen Fragen hilft die Verbraucherzentrale Bayern weiter. Die unterschiedlichen Beratungswege und die Möglichkeit der Terminvereinbarung sind zu finden unter www.verbraucherzentrale-bayern.de. Allgemeine Auskünfte gibt es am Servicetelefon unter (089) 55 27 94-0.


Ihre
Petra Guttenberger, MdL