Zweiter 30. Geburtstag – Lebensrettende Knochenmarksspende als Auftrag für die Zukunft

07.05.2026

Ein außergewöhnliches Jubiläum macht die Bedeutung von Solidarität und medizinischem Fortschritt sichtbar, betont Guttenberger, Landtagsabgeordnete der CSU. Im April dieses Jahres jährte sich die Knochenmarktransplantation des Fürthers Jörg Gaschler zum 30. Mal und ist für ihn ein zweiter 30. Geburtstag, so Guttenberger, die im Jahr 1996 als Schirmherrin einer Typisierungsaktion für Jörg Gaschler fungierte.

Zur Vorgeschichte: 1994 wurde bei Gaschler eine chronische myeloische Leukämie diagnostiziert. Die Erkrankung entwickelte sich rasch zu einer hoch aggressiven Form, die Prognose war selbst mit Transplantation äußerst schlecht. Auch eine groß angelegte Spenderaktion blieb zunächst ohne Erfolg. „Dazu muss man bemerken“, so Guttenberger, „dass Typisierungsaktionen zum damaligen Zeitpunkt eine Blutentnahme erforderten und die Aufnahme in eine Datei vom jeweiligen potenziellen Spender oder der potenziellen Spenderin selbst finanziert werden musste. Hier sind wir mittlerweile Gott sei Dank wesentlich weiter!“ Ein wichtiger Meilenstein war damals die Typisierungsaktion in Fürth, die zusammen mit dem behandelnden Arzt Dr. Michael Fink, dem BRK und dem Reservistenverband durchgeführt werden konnte. „Schon damals war klar: Ohne Engagement vor Ort und ohne die Bereitschaft vieler Menschen zur Spende, gibt es für Betroffene oft keine Chance“, erinnert sich Petra Guttenberger, damals noch Stadträtin.

Erst eine passende Spenderin aus einer US-Datenbank brachte schließlich die Wende. Das Knochenmark wurde in den USA entnommen, nach Deutschland transportiert und in München-Großhadern transplantiert – und dies natürlich mit Erfolg. Heute lebt Jörg Gaschler mit nur leichten Einschränkungen.

Für Landtagsabgeordnete Petra Guttenberger ist dieses Jubiläum mehr als ein persönlicher Anlass: Diese Geschichte belegt eindrucksvoll, wie wichtig internationale Zusammenarbeit, medizinische Innovation und bürgerschaftliches Engagement sind. Wir müssen alle zusammenwirken, um die Spenderbereitschaft weiter zu erhöhen und die Rahmenbedingungen dafür zu stärken. Inzwischen genügt ein einfacher Abstrich aus der Wangenschleimhaut, um eine Typisierung vornehmen und sich in eine Datei aufnehmen zu lassen.

Dieses Jubiläum soll vor allem auch daran erinnern, hier noch viele Menschen für diesen Akt der Solidarität zu gewinnen.